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Wertebogen

Was mir wichtig ist: Wertebogen zur Patientenverfügung

Keine Patientenverfügung kann jede Situation vorhersehen. Wenn Ihre Vertrauenspersonen und Ärzte wissen, was Ihnen im Leben wichtig ist, können sie Ihren Willen auch dann verstehen, wenn Ihre Verfügung nicht genau passt.

Warum ein Wertebogen hilft

Trifft eine Patientenverfügung nicht auf die Situation zu, muss Ihr mutmaßlicher Wille ermittelt werden – unter anderem anhand Ihrer früheren Äußerungen, Ihrer ethischen oder religiösen Überzeugungen und Ihrer persönlichen Wertvorstellungen (§ 1827 Abs. 2 BGB). Das Bundesjustizministerium empfiehlt deshalb, der Patientenverfügung eine Beschreibung der eigenen Wertvorstellungen beizufügen. Auch Bundesärztekammer und Zentrale Ethikkommission raten dazu.

Der Wertebogen fragt nach neun Themen – jede Antwort ist freiwillig:

  • Mein bisheriges Leben: Was war Ihnen in Ihrem Leben besonders wichtig?
  • Lebensqualität und Lebensdauer: Was macht für Sie ein lebenswertes Leben aus?
  • Erfahrungen mit Krankheit: Wie sind Sie bisher mit Krankheit oder schweren Zeiten umgegangen?
  • Schmerzen und Beschwerden: Wie wichtig ist Ihnen, ohne Schmerzen und Atemnot zu sein?
  • Familie, Freunde und Hilfe: Welche Rolle spielen andere Menschen für Sie?
  • Erfahrungen mit dem Sterben anderer: Haben Sie schwere Krankheit oder das Sterben anderer Menschen miterlebt?
  • Ängste und Hoffnungen: Wovor haben Sie Angst, und was wünschen Sie sich für Ihre letzte Lebensphase?
  • Glaube und Spiritualität: Welche Rolle spielen Religion, Glaube oder Spiritualität in Ihrem Leben?
  • Wo und mit wem: Wo und mit wem möchten Sie die letzte Lebensphase verbringen?

Schreiben Sie in Ihren eigenen Worten. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Unterschreiben Sie den Ausdruck und legen Sie ihn zu Ihrer Patientenverfügung. Noch keine Patientenverfügung? Hier Schritt für Schritt erstellen.

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